Der Topos der Amazone in postantiken Bildwerken

Art-Nr.: 978-3-96138-037-4
Autor/in: Robert Sturm
Seiten, Bindung: 171 S., Broschur
Jahr: 2017
Preis: EUR 26.00
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Beschreibung:

Das mythische Volk der Amazonen unterliegt in nachantiker Zeit einer breiten schriftlichen und bildlichen Rezeption. Die mittel­alterliche Iko­no­grafie des kriegerischen Frauenvolkes wird ins­besondere durch eine ausgedehnte Buchmalerei und zahlreiche Wandteppiche reprä­sentiert. Ab der Renaissance werden diese Kunstformen durch das Öl­gemälde abgelöst, welches zunächst monumentale Amazonenschlach­ten in teils düsterer Landschaft abbildet, sich später aber auch ein­zel­nen Frauen oder charakte­ristischen Zweikampfszenen widmet. Im 20. Jh. tritt in der Malerei eine zunehmende Abstraktion des Motivs auf, ohne jedoch den Bezug zum antiken Mythos völlig abreißen zu lassen. Die in Verbindung mit dem Amazonenmotiv stehende Bildhauerkunst verfügt in Mittelalter und Früher Neuzeit nur über geringfügige Prä­senz. Mit dem Aufstieg des gehobenen Bürgertums im 19. Jh. erlangt auch die Amazonenskulptur zunehmende Attraktivität. Neben hoch­dramatischen und von starker Dynamik gekenn­zeich­neten Kampfsze­nen finden vor allem berittene Kriegerinnen und erhaben posierende Amazonenköniginnen ihre Darstellung. Dieser Trend setzt sich im 20. Jh. fort, wobei die Gestaltung der Figuren nur vereinzelt von klassizis­ti­schen Grundformen abweicht oder einen erhöhten Grad an Abstrak­tion aufweist.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Amazonenmythos; 20. Jahrhundert; Skulptur; Renaissance; Amazonenmotiv; mittelalterliche Malerei

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